Ratgeber Due Diligence: Transparenz schafft Vertrauen

Mithilfe einer Due Diligence, also der sorgfältigen Prüfung einzelner Firmenbereiche, verschaffen sich potenzielle Käufer während des Kaufprozesses einen Durchblick über die tatsächlichen Verhältnisse eines zum Verkauf stehenden Unternehmens. Als Verkäufer sind Sie darüber erstmals vielleicht nicht erfreut; doch seien Sie kooperativ, denn: Ohne Due Diligence geht heute gar nichts mehr!

Ein Unternehmer besitzt gegenüber dem Käufer einen erheblichen Informationsvorsprung, was das Unternehmen und dessen Entwicklungschancen betrifft. Mithilfe einer Due Diligence, also der sorgfältigen Prüfung einzelner Bereiche des Unternehmens kann sich ein potenzieller Käufer Klarheit über die tatsächlichen Gegebenheiten schaffen. Geprüft werden etwa finanzielle, steuerliche, rechtliche, wirtschaftliche, personelle oder technische Aspekte.

SINN UND ZWECK EINER DUE DILIGENCE IST DAS SCHAFFEN VON TRANSPARENZ
Mit der systematischen Analyse einzelner Unternehmensbereiche reduziert der Käufer den Wissensvorsprung des Verkäufers. Bestehende Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung der Firma liegen klar auf dem Tisch. Davon profitieren beide Parteien: Sind die Risiken für den Käufer klein, fällt der Risikoabschlag beim Verkaufspreis tiefer aus. Der Verkäufer erzielt durch die gewonnene Transparenz einen höheren Verkaufserlös.

KOOPERATIVES VERHALTEN ZAHLT SICH AUS
In der Praxis führt ein Käufer in den meisten Fällen eine Due Diligence durch. Nur so kann er die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und bestehende Risiken realistisch einschätzen. Zeigt sich ein Verkäufer in Hinblick auf die Durchführung einer Due Diligence kooperativ, gibt er dem Käufer zu erkennen, dass er nichts zu verbergen hat. Auch können allfällige Gewährleistungsansprüche reduziert werden, wenn der Verkäufer vor dem Verkaufsabschluss kritische Fakten offenlegt. Im besten Fall kommt durch den geringeren Risikoabschlag der Verkaufserlös deutlich höher zu liegen.

OHNE DUE DILIGENCE KOMMT ES KAUM ZUM VERKAUF
Das Durchführen einer Due Diligence kann jedoch im schlimmsten Fall zum Abbruch der Verkaufsverhandlungen führen. Dies, wenn durch die Prüfung Risiken aufgedeckt werden, die für den Käufer untragbar sind. Dieses Risiko muss ein Unternehmer jedoch eingehen. Denn eines ist gewiss: OhneAnalyse relevanter Unternehmensbereiche mithilfe einer Due Diligence kommt es in den seltensten Fällen zu einem Unternehmensverkauf.

Erfahren Sie im zweiten Teil der Due Diligence Serie, Ratgeber Due Diligence Teil 2, welche Unternehmensbereiche Sie mithilfe einer Due Diligence analysieren sollten.